8. Mai 2026

Hellenistisches Herrscherideal

Peter Franz Mittag hat die Darstellung hellenistischer Könige auf Münzen untersucht, um aus ikonographischen Merkmalen Rückschlüsse auf monarchische Idealvorstellungen zu gewinnen. Dabei stützte er seine Analyse vor allem auf die Vorderseiten mit den Herrscherporträts untersuchte Attribute, Kleidungsformen und ikonographische Details, die den Bildnissen spezifische Bedeutungsdimensionen verleihen. Er konnte überzeugend zeigen, dass die hellenistische Münzprägung ein hochdifferenziertes System monarchischer Selbstdarstellung darstellt, in dem militärische Stärke, göttliche Legitimation und die Bezugnahme auf Alexander zentrale Rollen spielten. In ihrer Antwort stellte Ulrike Peter mit Lysimachos, Seuthes III., Skostokos, Kavaros und Mostis ausgewählte Herrscherprägungen des thrakischen Raumes vor als Ikonotexte vor. Sie verdeutlichte wie unterschiedlich Herrschaft durch das Verhältnis von Bild und Text auf Münzen konstruiert werden konnte.

Autor: Ulrike Peter

Hellenistisches Herrscherideal